S&W Fotographie

5 Aug

Sollen Schwarz/Weiß Fotos schon zur Vergangenheit gehören?

In der Tat: zu Pionierzeiten der Fotographie gab es keine Möglichkeit, Farben festzuhalten.

Heute gibt es viele Fotografen, die weiter S&W Bilder vorziehen. Warum? Dafür gibt es viele Gründe, die Einen, um sich von der Masse der Farbbilder fern zu halten, die Anderen aus technischen und geschmacklichen Gründen. Bei S&W ist der Akzent auf Licht und Schatten gesetzt. Anders als bei Farben achtet der Betrachter viel mehr auf die strukturellen Aspekte der Aufnahme wie Linien und Formen.

Ich bin erst ganz kürzlich wieder auf den Geschmack gekommen. Vor knapp einem Jahr bekam ich von meiner Mutter eine analoge Spiegelreflex Kamera die Minolta XG1, diese hatte meine Großmutter in den 70er Jahre gekauft. Natürlich geht damit auch Farbfoto, aber da ich mit dem Gedanken spiele, die Fotos selber zu entwickeln, paßt S&W dafür besser. Der Entwicklungsprozeß scheint leichter, und ich habe noch nie Farbfotos selbst entwickelt. Der Einstieg ist nicht leicht und ich bin noch ganz am Anfang. Ich kenne noch nicht so gut die richtigen Einstellungen, um eindrucksvolle, kontraststarke Bilder in S&W zu machen.

Das S&W Format paßt auch nicht zu allen Gebieten der Fotographie, am meisten findet man es bei Street oder Architektur Fotos. Ihr werdet in der Galerie also vorerst Digitale Bilder finden. Der Vorteil für mich ist natürlich, daß das Ergebnis sofort zu erkennen ist. Die meisten wurden sofort in S&W aufgenommen, aber demnächst nehme ich alle Bilder im RAW Format auf, damit ich die komplette Freiheit besitze, mit den Grautönen zu spielen.

Hier ein nettes Beispiel eines Fotos, das ich von der Warschauer Brücke aus aufnahm:
Berlin hinter Gittern

5 thoughts on “S&W Fotographie

  1. Das selbstentwickeln von Fotos ist eine wirklich spannende Sache. Wir haben das damals in der Foto AG in der Schule gemacht. Wir hatten da noch richtig alte Fotoapparate bekommen und durften dann alles festhalten was wir wollten. Dann haben wir die Fotos selbst entwickelt. Das war damals ne coole AG.

    • Hallo Lars,
      Grade mit S&W geht das leichter. Ich habe auch solche Erfahrungen als Kind in meiner Schule gemacht.
      Wenn man selber entwickelt kann das Ergebniss noch besser beeinflusst werden und ist wie Du schon sagst viel spannender als mir Photoshop :-)
      LG

  2. Hallo Jakob,

    Das weiß ich das es Spaß macht, ich hatte ebenfalls meine erste und einzige Erfahrung in einer AG und das ist echt Super bei der entwicklung des Fotos aktiv mitzuwirken. Ich musste das mal nochmal machen den reine Digitale nacharbeitung ist auch interessant aber doch deutlich weniger spannend.

    Ich habe dein Artikel angeschaut und ich wusste gar nicht das man so gezielt arbeiten konnte.

    Ich hatte mir vor kurzem Deine Seite angeschaut und Du hast Super Fotos ! Seid wann betreibst Du Deine eigenen Homepage ?

    Liebe Grüße
    Emmanuel

    • Lustig, dass du jetzt fragst: Freitag ists ein Jahr.
      Man kann noch viel mehr machen. Ich möchte irgendwann auch noch mal Entwickler selber brauen und selber Papier mit Emulsion zu Photopapier machen.

      SChon die Wahl von Papiertyp (Baryt- oder PE-Papier) und der Gradation (Kontrasthärte) können viel ausmachen. mit Tricks wie Abwedeln, nachbelichten und Vorbelichtungen usw. kann man dann ganz schön viel manipulieren und verbessern. Nur geht das erst am Abzug, wer das Negativ scannt, kann nicht viel verändern.

      Liebe Grüße
      Jakob

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